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Diverse
Länder in der Karibik und in
Zentralamerika bauen
ausgezeichnete Tabake an, die
für eine grosse Anzahl bekannter
und weniger bekannter
Marken Verwendung finden.
Die begehrtesten und wohl auch
die besten Tabake der Welt
werden nach wie vor auf Kuba
angebaut, genauer in der
westlichen Provinz Pinar del
Rio, und dort in der Region
Vuelta Abajo. Es ist
bemerkenswert, wie schnell
jüngere Tabak-Länder im
Zigarren-Geschäft an Terrain
gewinnen konnten, allen voran
die
Dominikanische Republik,
aber auch die Länder
Nicaragua und
Honduras. In Nicaragua
finden sich ähnliche Böden wie
auf Kuba, und auch das Klima ist
vergleichbar. So ähneln denn
auch die Tabake aus diesem Land
denen aus Cuba. Man bedenke,
dass Honduras und Nicaragua erst
seit relativ wenigen Jahren
"ungestört" arbeiten können,
denn lange Zeit lag die
Wirtschaft dieser Länder
darnieder, bedingt durch Kriege
und polititsche Unwägbarkeiten.
Nach der Ernte werden Tabake
auf den Plantagen in auf den
Seiten offenen Trockenschuppen,
den Casas del Tabaco,
getrocknet. Die Tabakblätter
werden paarweise an Holzstangen
(Cujes oder Poles) in Nähe des
Bodens aufgehäng. Während des
Trocknungsprozesses, der etwa 50
Tage dauert, werden die Cujes
nach und nach immer höher
gehängt. Die Blätter verfärben
sich zuerst gelb und nehmen
danach durch die Oxydation ihre
bekannte goldbraune Farbe an.
Die nachfolgende Fermentation
der Tabake findet in sogenannten
Pilones statt. Das sind
Tabakhaufen, in denen die Tabake
schrittweise, und bei einer
Temperatur um die 35°C zur Reife
gelangen. Steigt die Temperatur
in den
Burros über diesen Wert,
werden Tabakblätter abgetragen,
man gibt ihnen Zeit abzukühlen,
um sie dann wieder aufeinander
zu schichten. Dieses Reifung
dauert in etwa dreissig Tage.
Nach dieser ersten Fermentation
werden aus den Blättern die
Rippen entfernt und die Blätter
in Bündeln zusammen gebunden.
Diese werden dann für die zweite
Fermentation erneut gestapelt.
Diese Stapel werden Burros
genannt. Die zweite Fermentation
ist intensiver als die Erste und
dauert ca. 60 Tage.
Handgemachte Zigarren, auch
Longfiller Zigarren genannt,
bestehen aus der Einlage, dem
Umblatt und dem Deckblatt.
Deckblätter gibt es in circa 60
Farbtönen mit Bezeichnungen wie
Claro,
Claro Colorado, Colorado,
Colorado Maduro, Maduro, Oscuro.
Auf dem Weg zum Genuss lagern
Zigarren am besten in einem
Humidor. Dieser soll gut
schliessen und, was sehr wichtig
ist, er muss einen guten
Befeuchter haben. Gewöhnliche
Befeuchter mit schwammähnlichem
Inhalt sind in der Regel nur
bedingt zu gebrauchen. Am besten
eignen sich elektronisch
geregelte Geräte mit Ventilator
oder Pumpe, die mit einem
genügend grossen Wassertank
ausgestattet sind. Dadurch wird
eine lange Betriebsdauer
gewährleistet, was bedeuten,
dass weniger oft Wasser
nachgefüllt werden muss. Eine
bewährte Lösung sind Befeuchter,
die Quellkristalle
enthalten oder, wie bei
Humidoren von
Davidoff der Fall, ein
Bimssteinähnliches, poröses und
hartes Material. Die
Quellkristalle dehnen sich in
Wasser stark aus und nehmen sehr
viel Flüssigkeit auf.
Bevor die Longfiller Zigarre
genossen werden kann muss sie
angeschnitten werden, und zwar
am Kopf, dort wo die Zigarre
"geschlossen" ist. Dies
geschieht entweder mit einer gut
geschliffenen Zigarren-Schere,
mit einem Guillotine-Schneider,
oder mit einem Zigarrenbohrer,
der ein rundes Stückchen Tabak
aus dem Mundende schneidet. Auf
keinen Fall soll der Rauch der
Zigarre inhaliert werden,
sondern man nimmt ihn im Mund
auf, geniesst die Aromen, und
lässt den Rauch geniesserisch
aus dem Mund ausströmen, die
Nase dabei in die wohlriechenden
Rauchwaden haltend.
Die wichtigsten
Zigarren-Marken
im Überblick
(alphabetisch aufsteigend)
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